Kurz gesagt: Indirektes Licht strahlt gegen Decke oder Wand und kommt von dort weich in den Raum. Laut licht.de mildert es starke Hell-Dunkel-Kontraste und beugt so einer Ermüdung der Augen vor. Allein reicht es aber nicht: Zum Lesen braucht es immer auch direktes Licht. Am harmonischsten wirkt die Kombination aus beidem.
Ein Wohnzimmer, das nur von einer hellen Deckenleuchte erhellt wird, wirkt schnell hart und ungemütlich. Indirekte Beleuchtung macht den Raum weicher, lässt ihn größer wirken und nimmt dem Licht die Blendung. Dieser Ratgeber zeigt fünf Wege zu indirektem Licht, wann du direktes Licht dazunehmen solltest und wie du beides planst. Wie du indirektes Licht in Produktangaben erkennst, erklärt der Ratgeber Lichtrichtung aus der Produktangabe lesen.
Was indirektes Licht im Wohnzimmer leistet
Im Wohnzimmer soll ein Raumlicht für eine angenehme Grundhelligkeit sorgen. Laut licht.de hilft indirektes Raumlicht dabei, starke Hell-Dunkel-Kontraste abzumildern, und beugt so einer Ermüdung der Augen vor. Geeignet sind breit und diffus abstrahlende Wand-, Decken- oder Stehleuchten.
licht.de weist aber auch auf die Grenze hin: Ausschließlich indirekte Beleuchtung reduziert Schatten und Kontraste so stark, dass der Raum diffus wirkt. Lesen, Schreiben oder Handarbeiten erfordern immer auch einen direkten Lichtanteil.
5 Wege zu indirektem Licht
| Weg | Wirkung | Hinweis |
|---|---|---|
| Deckenfluter als Stehleuchte | hellt die Decke auf, Licht verteilt sich im Raum | laut licht.de genügt meist einer |
| Wandleuchten mit indirektem Licht | die Wand wird zur leuchtenden Fläche | laut licht.de dürfen es gern mehrere sein |
| LED-Leisten in Vouten, Möbeln oder Wandvorsprüngen | indirektes, diffuses Raumlicht, der Raum wirkt großzügiger | meist mit Einbau verbunden |
| Leuchten mit Stoff-, Plissee- oder Geflechtschirm | weiches, diffuses Licht ohne harte Kanten | ergänzen, ersetzen aber kein Raumlicht |
| Direktes Licht dazu | Licht zum Lesen und am Esstisch | laut licht.de bei Sehaufgaben immer nötig |
1. Deckenfluter
Für indirektes Licht eignen sich laut licht.de Deckenfluter, sogenannte Uplights. In der Ausführung als Stehleuchte genügt meist einer. Praktisch sind Stehleuchten, die beide Funktionen erfüllen: Ein Fluter erzeugt vorwiegend indirektes Licht zur Aufhellung des Raumes, eine zweite Lichtquelle darunter liefert direktes Licht zum Lesen.
2. Wandleuchten mit indirektem Licht
Wandleuchten, die gegen die Wand oder nach oben strahlen, machen die Wand selbst zur Lichtquelle. Die Elyvaro Curve gibt warmes, indirektes Licht. Mit 35 cm und ihrer sanften Biegung passt sie als Akzent ins Wohnzimmer, über Sideboards und neben das Bett. Bei Wandleuchten dürfen es laut licht.de gern mehrere sein, zum Beispiel zwei links und rechts eines Bildes.
3. LED-Leisten
LED-Leisten lassen sich laut licht.de in Möbeln, Wandaussparungen, Wandvorsätzen oder Vouten unterbringen. Sie erzeugen ein indirektes, diffuses Raumlicht und lassen Räume großzügiger erscheinen. Nach oben strahlende Leisten unter der Decke können den Eindruck einer schwebenden Decke vermitteln. Für feste Einbauten mit Netzanschluss holst du eine Elektrofachkraft dazu.
4. Diffuse Leuchten mit Schirm
Leuchten mit Stoff- oder Plisseeschirm streuen ihr Licht weich in den Raum. Die Melvane Soft und die Calune Pleat geben angenehm diffuses Licht, die Pendelleuchten Narevo Weave und Elvara Weave aus Naturgeflecht zeichnen ein dekoratives Licht- und Schattenspiel.
5. Direktes Licht ergänzen
Am Sessel oder Sofa übernimmt eine Stehlampe das Leselicht, etwa die Mavero Arc, die ihren Schirm in einem 180 cm hohen Bogen über die Sitzfläche führt. Über dem Esstisch sorgt eine Pendelleuchte für direktes Licht. Auch dort soll die helle Beleuchtung des Tisches laut licht.de möglichst mit einem indirekten Raumlicht kombiniert werden.
Indirekte Beleuchtung an der Wand
Die Wand ist der einfachste Weg zu indirektem Licht, weil sie das Licht großflächig zurückwirft. Helle, matte Wände reflektieren dabei mehr Licht als dunkle. Plane die Leuchten so, dass ihr Licht eine ruhige Fläche trifft, etwa eine freie Wand hinter dem Sofa oder neben einem Regal. Weitere Wandmodelle zeigt die Seite Wandleuchten für innen.
So planst du indirektes Licht in 4 Schritten
- Grundlicht festlegen: Welche Fläche soll leuchten, Decke oder Wand?
- Indirekte Leuchten wählen: Deckenfluter, Wandleuchten oder Leisten, breit und diffus abstrahlend.
- Direktes Licht ergänzen: Leselicht am Sitzplatz, Pendelleuchte über dem Esstisch.
- Getrennt schalten: So passt das Licht zum Film, zum Lesen und zum Besuch. licht.de nennt auch die Dimmbarkeit als wichtig, damit sich das Licht der Stimmung anpassen lässt.
Häufige Fragen
Reicht indirektes Licht im Wohnzimmer aus?
Als Grundlicht ja, für Sehaufgaben nein. Laut licht.de führt ausschließlich indirekte Beleuchtung zu einem diffusen Raumeindruck, Lesen und Handarbeiten brauchen immer auch direktes Licht.
Welche Lichtfarbe passt für indirektes Licht am Abend?
Warmweiß. Für Räume, die vor allem abends beleuchtet werden, sieht das Bundesamt für Strahlenschutz Vorteile für Licht mit geringem Blauanteil. Mehr dazu im Ratgeber Gemütliche Beleuchtung im Wohnzimmer.
Geht indirektes Licht auch ohne Einbau?
Ja. Stehleuchten und Tischleuchten mit Schirm brauchen nur eine Steckdose. Für fest eingebaute Leisten oder neue Wandanschlüsse holst du eine Elektrofachkraft dazu.
Weiterlesen
- Lichtrichtung aus der Produktangabe lesen
- Gemütliche Beleuchtung im Wohnzimmer: 6 Tipps
- Lichtszenen im Wohnzimmer planen
- Passende Leuchten: Wohnzimmer Lampe und Stehlampe Wohnzimmer
Quellen
- licht.de, licht.wissen 14 „Licht für Wohnräume“, Abschnitt Grundbeleuchtung im Wohnzimmer und Esszimmer: licht.de/…/1912_lw14_Licht_fuer_Wohnraeume_WEB.pdf (abgerufen am 01.11.2026)
- Bundesamt für Strahlenschutz, „Empfehlungen für gute Beleuchtung“: bfs.de/…/beleuchtung/empfehlungen/empfehlungen.html (abgerufen am 01.11.2026)
- Produktangaben: Elyvaro Curve, Melvane Soft, Calune Pleat, Narevo Weave, Elvara Weave, Mavero Arc (abgerufen am 02.11.2026)
